Dankbarkeit

Freude und Friede verstärken

Wir leben in einer Welt, die von Katastrophenmeldungen beherrscht wird. Täglich erschüttern uns neue schockierende Schlagzeilen, ein neuer Terroranschlag oder eine Umweltkatastrophe wie es sie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen noch nicht gegeben hat. Gewalt gegen Frauen und Kinder reißen tiefe Wunden in unsere Gefühlswelt. Unsere Gehirne könnten sich 24 Stunden am Tag mit nichts anderem beschäftigen als die vielen Horrornachrichten zu verarbeiten. Dabei fungiert unser Gehirn als emotionaler Verstärker für jede Art von Emotion, positive wie negative. Wird es nur mit negativen Neuigkeiten gefüttert, verstärken sich die entsprechenden Emotionen in uns. Wir geraten in einen Teufelskreis negativer Gefühle.

Christen dagegen haben als Träger der frohen Botschaft ein ganz anderes Ziel: Aus unserem Leben sollen Hoffnung, Freude, Friede und Liebe leuchten. Aber wie sollen wir dies bewerkstelligen in einer Welt, die so sehr mit Gewalt und Leid angefüllt ist?

Hierfür müssen wir eine neue Kultur der Freude und des Friedens in einer praktischen Art und Weise entwickeln. Wir müssen Freude aktiv (wieder-)entdecken und in uns verstärken. Dafür kommen wir bewusst zusammen, um die Nachricht der Hoffnung in uns zu potenzieren, die Geschichte Jesu zu verinnerlichen und miteinander zu teilen, wie Gott uns neue Freude und inmitten allen Leids Frieden bringt, wie Er Sein göttliches Schalom mit Seiner Gegenwart wiederherstellt.

In mir und in meiner Kirche

Wenn wir Christen mit Liebe und Frieden gefüllt wären, würden unsere Kirchen überfließen. Das Urteil des religionskritischen Nietzsches über die freud- und lieblose Kirche seines Vaters fiel dagegen genau aus diesem Grund verheerend, doch ehrlich aus: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“

Unser Ziel ist es daher eben diese Liebe und jenen Frieden zu entdecken, nach denen sich auch Nietzsche insgeheim gesehnt hatte. Dabei geht es allerdings nicht darum sich einen frommen Schein von Erlösung künstlich aufzusetzen. Authentische Freude, aus einer authentischen Erlösung wollen wir erfahren. Wir wollen eine Kultur in unserer Gemeinde etablieren, die aus sich heraus in mir und all ihren Gliedern als Verstärker für Freude und Liebe wirkt.

Um dies zu bewerkstelligen wollen wir eine Atmosphäre der Dankbarkeit aufrichten.

Dankbarkeit als Schlüssel

Eine Haltung der Dankbarkeit verbessert unser Bewusstsein von der Gegenwart Gottes, sowohl in unserem Denken wie auch in unserem Leben. Es gibt vielfältige, gute Gründe dieses Bewusstsein zu stärken. Der beste Grund mag sein, dass wir von Gott Leitung und Freundschaft empfangen, wenn wir durchweg auf Gottes Sprechen hören. Unsere emotionalen Wunden heilen, wir entwickeln uns persönlich weiter und werden befähigt eine Gemeinschaft mit anderen aufzubauen. Eine Kultur der Dankbarkeit zu pflegen ist eigentlich keine komplizierte Methodik, es dauert keine Minute sie zu erlernen und doch erfahren viele Menschen sobald sie diese praktizieren eine große Veränderung. Denn Dankbarkeit ist sozusagen das Passwort für die Gegenwart Gottes („Geht ein zu seinen Toren mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben“ Psalm 100,4). Dankbarkeit ist auch der große Schlüssel für authentisch empfundene Freude.

Praktische Umsetzung

In der Praxis kann dies so aussehen, das w2o3-Gespräch mit einer Runde der Dankbarkeit zu beginnen, zumindest einen Aspekt zu entdecken, für den ich im Moment dankbar bin. Diese Dankbarkeit äußere ich aktiv sowohl gegenüber meinem w2o3-Partner oder Gruppe, wie auch gegenüber Gott. Am Ende höre ich aufmerksam in der Stille auf die Reaktion Gottes, notiere mir vielleicht Eindrücke, die ich währenddessen empfange. Indem ich Gedanken und Gefühle teile beteilige ich mich auf eine sehr mächtige und einzigartige Weise am Leib Christi. Ich werde erfahren: Ebenso wie ich mein Herz in Dankbarkeit öffnete, öffnet Gott nun auch das Seinige. Ich werde erleben, wie sich meine Beziehung zu meinem Partner und zu Gott verbessern, wie die ausgedrückte Dankbarkeit mein Denken und meine Gefühle verändert.

2 Kommentare in “Dankbarkeit

  1. Philly sagt:

    Your post captures the issue peeftcrly!

    1. Heidi sagt:

      Thanks a lot, dear Philly! Whoever you are…;-)).
      Look at our blog again. Markus translated and shortend into German culture another interesting issue. God bless! Heidi

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